Wucherung der Rachenmandel – mögliche Auswirkungen

Eine vergrößerte Rachenmandel wird vom Kind selbst in der Regel nicht beanstandet, weil es sich im Laufe der Zeit an die permanente Mundatmung gewöhnt hat und im Normalfall keine Schmerzen empfindet. Langfristig kann es aber durch den ständig geöffneten Mund zu Fehlbildungen im Oberkiefer und zu Zahnstellungsanomalien kommen.

Wenn die vergrößerte Rachenmandel auch die Öffnung zum Mittelohr (Tubenostien) verschließt, entsteht im Ohr ein dauerhafter Unterdruck, wie man ihn beispielsweise vom Fliegen kennt. Mit der Zeit sammelt sich dort Flüssigkeit und bildet einen so genannten „Paukenerguss", der die Schwingungen des Trommelfells beeinträchtigt und damit das Hörvermögen stark einschränken kann. Eine länger anhaltende Hörbeeinträchtigung führt gerade im Kleinkindalter, wo sich die Sprachfähigkeit ausbildet, zu Sprachentwicklungsstörungen, die später sehr schwer auszugleichen sind.

Eine weitere Auswirkung des Unterdrucks sind häufige, teilweise sehr schmerzhafte Mittelohrentzündungen.

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Mit der Immunonkologie steht die Krebsmedizin vor einer neuen Ära. Statt Tumorzellen direkt anzugreifen, werden mithilfe spezieller Medikamente körpereigene Immunzellen unterstützt. Die 51. Fortbildungsveranstaltung für Hals-Nasen-Ohrenärzte befasst sich in diesem Jahr mit diesem und weiteren Themen aus dem Bereich der Onkologie...

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Immer mehr Menschen hören schlecht, reagieren allergisch auf Umwelteinflüsse oder leiden unter Schwindelanfällen. Beim Patiententag des Deutschen Berufsverbands der Hals-Nasen-Ohrenärzte am 28. Oktober 2017 in Mannheim informieren HNO-Experten über moderne Therapien und stellen sich den Fragen der Besucher...

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