Rachenentzündung – Ursachen und Risiken

Akute Rachenentzündung

Eine akute Rachenentzündung geht in den meisten Fällen mit einer Erkältung oder einem grippalen Infekt einher. Dementsprechend wird sie fast immer durch die typischen Viren der Atemwege (Adeno-Viren, Influenza-Viren, Parainfluenza-Viren) ausgelöst. Es können aber auch Viren, die systemische Erkrankungen mit dem Symptom Halsschmerzen verursachen, der Auslöser sein, z.B. das Epstein-Barr-Virus (Pfeiffersches Drüsenfieber), Masern- oder Röteln-Viren. Selten kommen auch Herpes-Simplex-Viren vor. Ist das Immunsystem erst einmal angegriffen, kann sich manchmal eine bakterielle Infektion obendrauf setzen, meistens sind dann beta-hämolysierende Streptokokken beteiligt. Eine rein bakterielle Infektion kommt bei einer Pharyngitis sehr selten vor.

Besonders hoch ist das Risiko, an einer Erkältung mit Rachenentzündung zu erkranken immer dann, wenn das Immunsystem geschwächt ist. Deshalb leiden besonders viele Patienten während der typischen Grippezeit im Winter darunter.

Chronische Rachenentzündung

Bei einer länger als drei Monate andauernden Entzündung im Rachenraum spricht man von einer chronischen Pharyngitis. Ausgelöst wird sie nicht durch Keime, wie die akute Form, sondern durch eine langandauernde Reizung der Schleimhäute. Hier kommen viele Ursachen in Frage, z.B. übermäßiger Nikotin- oder Alkoholgenuss, häufiges Aufstoßen von Magensäure (Säurereflux), trockene Raumluft bei überheizten Räumen, chemische Luftbelastung oder Staub am Arbeitsplatz. Auch eine stark behinderte Nasenatmung z.B. durch eine verkrümmte Nasenscheidewand, oder wiederholte Nasennebenhöhlenentzündungen (mit und ohne Polypen-Bildung), eine Strahlentherapie im Bereich des Kopfes oder Halses oder hormonelle Veränderungen während der Wechseljahre (Klimakterium) können die Rachenschleimhaut austrocknen und dadurch zu Entzündungen führen.

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