Nasenpolypen – Untersuchung und Diagnose

Um Menge, Größe und Lage der Nasenpolypen begutachten zu können, untersucht der HNO-Arzt zunächst mit Hilfe einer Spreizzange oder mit dem Nasenendoskop die Nase. Große Polypen, die in die Nasenmuschel hineinragen, kann er dabei mit bloßem Auge erkennen. Sie erscheinen als glasig glänzende Gebilde. Kleinere Polypen, die bereits aus den Nebenhöhlenöffnungen herauswachsen, erkennt er mit verschiedenen Optiken bei einer Rhinoskopie.

Zur Abklärung der genauen Lage und des Ausmaßes der Polypen sowie um kleinere, in den Nebenhöhlen befindliche Polypen darzustellen, sind bildgebende Verfahren wie Röntgen oder vorzugsweise eine Computertomographie unumgänglich. Mit ihrer Hilfe kann der HNO-Arzt auch das Ausmaß der Entzündung in den Nebenhöhlen erkennen und einen genauen Plan für die operative Entfernung der Polypen (Polypektomie) erstellen.

Bei der Diagnose gilt es auch auszuschließen, dass es sich nicht um so genannte Meningozelen (einseitige harte Auswulstungen am Dach der Nasenhaupthöhle) handelt. Auch ein Gewebewachstum in der Nasenmuschel (hypertrophierte Nasenmuschel), das manchmal dem Erscheinungsbild von Nasenpolypen ähnelt, kann so unterschieden werden.

Eine allergische Veranlagung kann der HNO-Arzt mit Hilfe eines Pricktests feststellen.

In seltenen Fällen kann sich hinter einem vermeintlichen Nasenpolypen auch eine gut- oder bösartige Geschwulst (Papillom oder Malignom) verbergen. Nachdem Polypen normalerweise beidseitig auftreten, sollte dies vor allem bei einseitigen Nasenproblemen überprüft werden. Für einen Tumor (Neoplasie) sprechen folgende Anzeichen: die Polypen sind nicht rosa- oder grau-glasig, sondern leuchtend rot. Sie bluten bei der Untersuchung schnell und führen auch sonst zu häufigem Nasenbluten. Sie sondern ein unangenehm riechendes Sekret ab. Falls Verdacht auf einen Tumor besteht wird der HNO-Arzt eine Gewebeprobe entnehmen und eine histologische Untersuchung anordnen.

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