Nasenpolypen - mögliche Komplikationen

Nasenpolypen selbt sind zunächst ziemlich harmlos und bereiten dem Patienten im Anfangsstadium keine Beschwerden. Da sie aber mit zunehmendem Wachstum die Nasenatmung behindern, kann es in der Folge zu unangenehmen bis schwerwiegenden Komplikationen kommen. Wenn die Nase ihrer wichtigen Aufgabe beim Reinigen und Befeuchten der Atemluft nicht mehr nachkommen kann, können Erreger ungehindert in die oberen Atemwege eindringen und dort zu anhaltenden Infekten wie chronischer Bronchitis oder Asthma bronchiale führen.

Die Polypen, die bevorzugt rund um die Ausgänge der Nebenhöhlen (Ostien) siedeln, verschließen diese kleinen Öffnungen und stauen dort das Nasensekret, was zu immer wiederkehrenden Entzündungen in den Nasennebenhöhlen (chronische Sinusitis) führt. Dabei entsteht ein regelrechter Teufelskreis, weil die entzündeten Nebenhöhlen wiederum das Wachstum von Polypen begünstigen.

Schwerwiegende Komplikationen drohen, wenn die Infektion der Nebenhöhlen auf umliegendes Gewebe übergreift. Die Folge können gefährliche Entzündungen der Augenhöhle (Orbitaphlegmone), der Hirnhaut (Meningitis) oder des Gehirns (Enzephalitis) sein. Eine akute Nasennebenhöhlenentzündung oder chronische Sinusitis gehört deshalb in jedem Fall in die Behandlung eines HNO-Arztes.

Werden Nasenpolypen nicht behandelt, können sie sich ungehindert ausdehnen und schlimmstenfalls durch den entstehenden Druck das Nasengerüst auftreiben und sogar zu einer Vergrößerung des Augenabstandes führen. Nachdem Polypen heute aber meist frühzeitig erkannt und therapiert werden, kommt diese Komplikation inzwischen fast gar nicht mehr vor.

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