Akute Nasennebenhöhlenentzündung – Untersuchung und Diagnose

Die Symptome bei einer akuten Nasennebenhöhlenentzündung sind oft recht eindeutig, so dass der HNO-Arzt schnell die richtige Diagnose stellen wird. Über eine Rhinoskopie kann der HNO-Arzt die gerötete und geschwollenen Nasenschleimhaut erkennen und – im Falle einer eitrigen Sinusitis – die typischen Schleim-Eiter-Straßen im mittleren Nasengang (mittlere Muschel) oder bei einer Einbeziehung der Keilbeinhöhle an der Rachenhinterwand feststellen. Beim Abklopfen zeigt sich ein typischer Klopfschmerz der betroffenen Nebenhöhle.

Ein Abstrich des möglicherweise eitrigen Nasensekrets bestätigt den Verdacht einer bakteriellen Infektion, meistens ausgelöst durch Pneumokokken oder Haemophilus influenzae, seltener durch andere Keime (z.B. Staphylokokken, Moraxellen).

Wichtig ist es, bei der Diagnose „Nasennebenhöhlenentzündung“ den Verdacht einer Kopfschmerz-Erkrankung wie Migräne oder einer Gesichtsnervenerkrankung wie eine Trigeminusneuralgie auszuschließen.

Röntgenaufnahmen, die den Sekretstau gut darstellen können, werden aufgrund der Strahlenbelastung nicht grundsätzlich angefertigt. Die Ultraschalluntersuchung ergibt zwar weniger exakte Bilder, aber sie ist schonender und wird hauptsächlich bei Schwangeren und Kindern sowie zur Kontrolle des Verlaufs eingesetzt.

Weiterführende Untersuchungen wie ein CT (Computertomografie) oder MRT (Magnetresonanztomografie) sind nur bei auftretenden Komplikationen, bevorstehenden Operationen, chronischen Nasennebenhöhlenentzündung sowie bei Verdacht auf einen seltenen Tumor notwendig.

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