Akute Nasennebenhöhlenentzündung - mögliche Komplikationen

Wird eine anhaltende eitrige Nasenebenhöhlenentzündung nicht fachgerecht behandelt, können sich die Krankheitserreger – abhängig vom ursprünglichen Ort der Entzündung – weiter ausbreiten. Es können leichte Entzündungen der angrenzenden Knochenhaut, aber auch schwere Entzündungen des umliegenden Knochen- und Weichteilgewebes, wie eine Entzündung des Stirnbeins, auftreten. In seltenen Fällen können sich ernsthafte Komplikationen entwickeln, wenn die Entzündung auf umliegende Bereiche wie z.B. die Augenhöhlen, die Gehirnhaut (Meningitis) oder das Gehirn selbst (Enzephalitits) übergreift. Warnsymptome für eine Beteiligung von Hirnhaut oder Gehirn sind starke Kopfschmerzen, Lichtempfindlichkeit, Reizbarkeit und starke Müdigkeit – der Patient muss sofort in die Klinik.

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Vor allem bei Kindern greift die Entzündung öfter auf die angrenzende Augenhöhle über. Ein Warnzeichen dafür sind gerötete und geschwollene Augenlider (Lidödem). Der HNO-Arzt behandelt in diesem Fall mit hochdosiertem Antibiotika, eine Operation der Nebenhöhlen ist häufig notwendig. Bei einer schweren Infektion der Augenhöhle, einem Eitereinbruch in die Augenhöhle (Orbitaphlegmone), handelt es sich um eine Notfallsituation. Im schlimmsten Fall kann eine lebensbedrohliche Blutvergiftung (Sepsis) resultieren.

Wenn die Nasennebenhöhlenentzündung länger als 3 Monate besteht oder öfter als 4-mal im Jahr wiederkehrt, ist sie chronisch. Eine chronische Sinusitis lässt sich nicht mehr mit Antibiotika oder Spülungen behandeln. Hier können jedoch, je nach Ursache und Ausprägung, ein operativer Eingriff oder eine kurzzeitige Kortison-Therapie sehr hilfreich sein.

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