Mandelentzündung – Lage und Funktion der Gaumenmandeln

 

Die beiden Gaumenmandeln (Tonsilla platina) liegen zwischen dem vorderen und hinteren Gaumenbogen rechts und links im Rachen in der so genannten Mandelbucht. Bei weit geöffnetem Mund sind sie zum Teil sichtbar. Zusammen mit der Rachen- sowie den Tuben- und Zungenmandeln bilden sie den Waldeyerschen oder lymphatischen Rachenring. Er besteht aus lymphatischem Gewebe und ist genau genommen kein geschlossener Ring, sondern eine ringförmige Ansammlung von einzelnen Gewebsinseln, den Mandeln.

Die Gaumenmandeln sind mit den anderen Mandeln des Rachenrings ein wichtiger Bestandteil unseres Immunsystems. Sie sind die erste Abwehrbarriere gegen Keime, die in die oberen Atemwege einzudringen versuchen.

Die Mandeln bestehen aus 1 bis 2 cm dickem lymphatischem Gewebe. Ihre Oberfläche wird von spaltförmigen Einsenkungen (Krypten) durchzogen, die ihnen ein zerklüftetes Aussehen geben. In diesen Spalten sammeln sich in geringen Mengen Speisereste und Bakterien, mit denen sich die weißen Blutkörperchen (Lymphozyten) in den Mandeln auseinandersetzen. Regelmäßig werden die Spalten entleert, damit sich neue Bakterien ansiedeln können und das Immunsystem der Mandeln dazulernen kann.

Diese Ausscheidung der Mandeln tritt als weißlicher Belag auf und wird vom Laien oft fälschlicher Weise als Mandelentzündung interpretiert. Ohne andere Symptome wie Rötung, Halsschmerzen und Fieber liegt aber keine Entzündung vor.

 

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