Grippe – Übertragung

Influenza-Viren werden per Tröpfcheninfektion übertragen, d.h. sie können beim Niesen, Husten, Sprechen, Küssen oder Händeschütteln von einem Menschen auf den anderen übergehen. Feine Flüssigkeitspartikel werden eingeatmet und gelangen so in die Atemwegsorgane. Für eine Ansteckung reichen bereits geringe Virusmengen aus. Grippe-Patienten sind mindestens einen Tag vor Beginn der ersten Krankheitsanzeichen und danach noch bis zu einer Woche hochansteckend.

Viren-Vermehrung

Erreichen Influenza-Viren ihre Wirtszellen (z.B. des Menschen), bindet ein Eiweißstoff ihrer Virushülle, das so genannte Hämagglutinin (H), an vorhandene Rezeptoren auf der Oberfläche der Wirtszelle, um ihre Erbinformation in die Zelle einzuschleusen. Im Zellkern der Wirtszelle werden die virale Erbinformation verarbeitet und so lange neue Viren produziert, bis die Viren so zahlreich geworden sind, dass sie mit Hilfe des viruseigenen Eiweißstoffs Neuraminidase (N) die Zellmembran der Wirtszelle zerstören und freigesetzt werden. Bis zu 100.000 neue Viren können auf diese Weise an einem Tag produziert werden und weitere Zellen befallen.

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