Was ist ein Hörsturz?

Frau mit HörsturzVon einem Hörsturz bzw. „Ohrinfarkt" spricht man, wenn plötzlich einseitige Hörprobleme („Innenohrschwerhörigkeit") bis hin zum Hörverlust auftreten - ohne offensichtliche Ursache. Typischerweise verspürt der Betroffene ein dumpfes Gefühl im Ohr, wie „Watte im Ohr", Ohrgeräusche (akuter Tinnitus) können hinzukommen. Ein Hörsturz muss ernst genommen werden. Patienten mit einer plötzlichen Hörstörung sollten sich innerhalb weniger Tage bei einem HNO-Arzt vorstellen.

Von einem Hörsturz können prinzipiell alle Altersgruppen betroffen sein, nur im Kindesalter tritt er selten auf. Mehr als 150.000 Menschen erleiden laut der Deutschen Tinnitus-Liga hierzulande jedes Jahr einen Hörsturz. Die aktuelle Leitlinie* gibt sogar Zahlen von 160 bis 400 Fällen jährlich, z.T. sogar 600 Fällen, pro 100.000 Einwohnern in Deutschland an. Die Ursachen sind oft nicht genau zu klären. Häufig ist aufgrund verschiedener Faktoren die Durchblutung des Innenohrs gestört. Stress spielt bei der Entstehung eines Hörsturzes vermutlich eine große Rolle.

*S1-Leitlinie Hörsturz, Stand 01/2014

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