Allergischer Schnupfen - Ratschläge für Betroffene

Um möglichst schnell den allergieauslösenden Stoff identifizieren zu können, ist es ratsam, ein Allergietagebuch zu führen. Darin sollte man vermerken, in welcher Situation bzw. zu welcher Zeit, welche Beschwerden aufgetreten sind und wie lange sie angedauert haben. Das Tagebuch ist für den Besuch beim HNO-Arzt hilfreich.

Patienten mit schwerer Allergie sollten für den Fall eines anaphylaktischen Schocks in Absprache mit ihrem HNO-Arzt immer Medikamente (z.B. Adrenalin-Injektion) für den Notfall mit sich führen und sich einen Allergiepass ausstellen lassen.

Tipps für Pollenallergiker

  • Pollenflugkalender und die aktuellen Vorhersagen im Radio oder Internet geben Auskünfte über die jeweilige Situation.
  • Pollenallergiker sollten versuchen, ihren Jahresurlaub in die daheim belastungsstärkste Zeit zu verlegen und diesen in pollenärmeren Gebieten wie den Nordseeinseln oder dem Hochgebirge zu verbringen. Ab etwa 1.200 bis 1.500 Höhenmetern beginnt die pollen- und milbenarme Zone.
  • Der Pollenflug auf dem Lande ist morgens am schlimmsten, in der Stadt am Abend. Daran sollten Sie das Lüften und Ihre Freiluftaktivitäten ausrichten.
  • Die Wohnung ist nur stoßweise zu lüften, in der Stadt am besten morgens zwischen 6 und 8 Uhr, in ländlichen Regionen zwischen 19 und 24 Uhr.
  • Die Zeit nach einem Regenschauer eignet sich gut für Spaziergänge, da die Luft durch das Wasser von Schwebepartikeln gereinigt ist.
  • Den Pollenallergenen verwandte Lebensmittel sollten Sie zumindest während der Allergiesaison aufgrund möglicher Kreuzallergien meiden. Das gilt auch für einheimische Teesorten und Honig.
  • Pollenschutzgitter vor den Wohnungsfenstern und ein Pollenfilter im Auto können einen großen Teil der Pollen abhalten.
  • Abends sollten die Haare gewaschen werden, die Garderobe vom Tag keinesfalls im Schlafzimmer liegen lassen.

Tipps für Hausstaubmilben-Allergiker

  • Spezielle Schutzbezüge für Matratzen und Bettdecken (encasings) halten die lästigen Tiere an ihrem Ort.
  • Bettinnendecken und Kissen sind alle vier Wochen zu waschen oder reinigen. Matratzen regelmäßig wenden.
  • Tragen Sie möglichst körperbedeckende Schlafanzüge, um die Hautschuppen nicht so sehr im Bett zu verteilen.
  • Stofftiere, die nicht waschbar sind, kann man bei mindestens -18°C in das Gefrierfach legen. Anschließend müssen sie gut durchtrocknen.
  • Wäsche ist bei mindestens 60°C zu waschen, ggf. milbenabtötende Waschmittelzusätze verwenden.
  • Auf Vorhänge, Teppiche, Sofakissen sowie „Staubfänger in Regalen" sollten Sie verzichten und stattdessen Möbel aus Leder, Holz, Metall und Glas bevorzugen.
  • Überlassen Sie das Staubsaugen und Staubsaugerbeutel wechseln besser nichtallergischen Familienmitgliedern, auch wenn es inzwischen Geräte mit speziellen Feinfiltersystemen gibt.
  • Lebensmittel sind nur kurz, trocken und kühl aufzubewahren.

Tipps für Schimmelpilz-Allergiker

  • Alle Feuchtbereiche in der Wohnung sollten stets gut gelüftet werden.
  • Bei einer Schimmelpilz-Allergie sollten Sie sparsam mit Zimmerpflanzen sein, in das Schlafzimmer gehören diese überhaupt nicht.
  • Für Hobby-Gärtner ist Vorsicht geboten: Die Erde, modriges Laub und der Kompost im Garten sind Schimmelpilz-Biotope!
  • Lebensmittel sind nur kurz, trocken und kühl aufzubewahren.

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