Allergischer Schnupfen - mögliche Auslöser

Pflanzenpollen (Blüten, Gräser, Kräuter)

75% aller Patienten mit saisonalem allergischen Schnupfen reagieren auf eingeatmete Blüten- und Gräserpollen von etwa einem Dutzend bei uns heimischer Pflanzen, genauer gesagt auf Eiweißbestandteile ihres Blütenstaubs:

  • Frühblühende Bäume wie Hasel, Erle und Birke zwischen Februar und Mai
  • Gräser und Getreide, vorwiegend Roggen, zwischen Mai und Juli
  • Einige Kräuter im Frühherbst, z.B. Wegerich und Beifuß
  • Ein hohes allergisches Potenzial zeigt außerdem die Beifuß-Ambrosie (Traubenkraut), eine Pflanzenart, die vor einigen Jahren von Nordamerika nach Europa eingeschleppt wurde. Ihre Hauptblütezeit ist von August bis Oktober.

Ausscheidungen der Hausstaubmilben

Das zweithäufigste Allergen ist der Kot der Hausstaubmilbe. Die Hausstaubmilbe ist ein nur mikroskopisch sichtbares Spinnentier, das im Hausstaub lebt und sich von Hautschuppen, aber auch Schimmelpilzen sowie Bestandteilen von Mehlprodukten ernährt. Die Hausstaubmilbe ist natürlicher Bewohner in Bettdecken, Kopfkissen, Matratzen, Teppichen und Plüschtieren. Ihre Lebensspanne beträgt zwei bis vier Monate. In dieser Zeit scheidet eine Milbe etwa das Zweihundertfache ihres Gewichts an Exkrementen aus.

Tiere - Haare & Ausscheidungen

Allergische Reaktionen auf Haustiere richten sich eigentlich gegen Urin-, Kot- oder Speichelreste, die an Tierhaaren oder Federn haften. Die Hauptverursacher sind Katzen, aber auch Hunde, Pferde oder Meerschweinchen sind nicht selten.  

Pilzsporen

Eine weiteres häufiges Allergen ist die Gruppe der Schimmelpilze. Schimmelpilze sind eigentlich natürliche mikrobiologische Stoffe in der Umwelt. Sie finden sich in feuchter Raumluft, Pflanzenerde, auf Möbelstücken oder Tapeten. Aufgrund der verbesserten Wärmedämmung in Gebäuden und dem daraus resultierenden unzureichenden Luftaus-tausch finden die unterschiedlichen Schimmelpilze zunehmend idealen Nährboden.  

Berufsallergien durch bestimmte Stoffe & chemische Substanzen

Verschiedene Berufsgruppen haben ebenfalls mit potenziellen Allergenen zu kämpfen, die einen allergischen Schnupfen hervorrufen können: Bäcker und Müller durch ständigen Kontakt mit Mehl, Tischler und Schreiner bei der Verarbeitung  exotischer Hölzer, medizinisches Personal durch Latex, das Material aus dem die sterilen Einmalhandschuhe hergestellt werden.

Lebensmittel

Seltener verursachen Lebensmittelallergien als Fernreaktion einen allergischen Schnupfen. Schwerwiegender sind jedoch Sofortreaktionen auf Lebensmittel, die schnell zu Schwellungen im Mundbereich, Kehlkopfbereich oder den Bronchien führen. Sie werden überwiegend durch Milch, Eier, Fisch, Meeresfrüchte und Nüsse ausgelöst.

Viele Patienten mit Heuschnupfen reagieren zusätzlich auf Nahrungsmittel. In diesen Fällen spricht man von einer Kreuzallergie. Nahezu jeder 2. Allergiker, der an einer Pollenallergie leidet, verträgt oftmals kein Stein- oder Kernobst. Gräserpollen-Allergiker haben nicht selten Probleme mit Karotten, Sellerie, Beifuß oder Hülsenfrüchten. 

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