Einteilung der verschiedenen Allergie-Formen

Das breite Spektrum der Allergien wird im Alltag anhand der Allergene bzw. dem Aufnahmeweg in den Körper klassifiziert. Ein Allergen kann bei zwei Menschen ganz unterschiedliche Beschwerden hervorrufen.

  • Der allergische Schnupfen wird durch eine Inhalations-Allergie, d.h. über das Einatmen der Allergene wie Pollen, Hausstaub (bzw. dem Kot der Milben) usw. verursacht.
  • Eine Kontaktallergie liegt bei Hautreaktionen nach Kontakt mit bestimmten Stoffen wie Nickel, Chlor, Latex, Reinigungsmitteln oder Kosmetika vor.
  • Bestimmte Wirkstoffe in Medikamenten, allen voran das Antibiotikum Penicillin, können eine Arzneimittel-Allergie auslösen.
  • Bienen- oder Wespenstiche verursachen eine Insektenstich-Allergie.

Die Mediziner nehmen jedoch eine Einteilung nach der jeweiligen Reaktion des Immunsystems vor. Hierbei handelt es sich eigentlich um natürliche Antworten des Abwehrsystems, die bei Allergien allerdings zu heftig ausfallen und daher eine Erkrankung hervorrufen:

  • Typ 1, Allergie vom Soforttyp: Direkt nach dem Kontakt mit dem Allergen wird der passende Antikörper gebildet, in diesem Fall der so genannte Immunglobulin-E (Ig-E)Antikörper. Hierzu gehören die Inhalationsallergie, bei der die Betroffenen u.a. mit allergischen Schnupfen reagieren, aber auch die Insektengift- und Nahrungsmittelallergie.
  • Typ 2, die zytotoxische Reaktion: In seltenen Fällen bildet der Körper bestimmte Antikörper, die Immunglobuline-G und -M gegen körpereigene Antigene, was als Reaktion auf bestimmte Medikamente eintreffen kann. Dadurch werden zusätzlich gesunde Zellen zerstört, u.a. kann die Zahl der weißen und roten Blutkörperchen bedrohlich absinken.
  • Typ 3, die Immunkomplexbildung: Ähnlich der Reaktion vom Typ 2 binden sich die Antikörper (auch Ig-G und -M) an die Antigene und bilden größere Einheiten, die als Immunkomplexe bezeichnet werden. Schimmelpilze oder der Kot von Tauben lösen beispielsweise nach etwa 6 bis 12 Stunden eine Verstopfung kleiner Blutgefäße aus. Gewebe oder schlimmstenfalls sogar ganze Organe sterben auf diese Weise ab.
  • Typ 4, die zelluläre Immunantwort: Diese Reaktion wird auch Spättyp genannt, da sie erst 24 bis 72 Stunden nach dem Kontakt beginnt, um dann sehr heftige Reaktionen auszulösen. In diesen Fällen sind allerdings keine Antikörper, sondern die so genannten T-Zellen des Immunsystems beteiligt. Als Beispiel sei die Kontaktallergie genannt.

Aktuelles:

News Archiv

Hauttumoren im Kopf- und Halsbereich: Medikamentöse Therapien versprechen neue Ära

17.10.2017

Mit der Immunonkologie steht die Krebsmedizin vor einer neuen Ära. Statt Tumorzellen direkt anzugreifen, werden mithilfe spezieller Medikamente körpereigene Immunzellen unterstützt. Die 51. Fortbildungsveranstaltung für Hals-Nasen-Ohrenärzte befasst sich in diesem Jahr mit diesem und weiteren Themen aus dem Bereich der Onkologie...

Allergien, Schwindel, Schwerhörigkeit: HNO-Experten stehen beim Patiententag Rede und Antwort

12.10.2017

Immer mehr Menschen hören schlecht, reagieren allergisch auf Umwelteinflüsse oder leiden unter Schwindelanfällen. Beim Patiententag des Deutschen Berufsverbands der Hals-Nasen-Ohrenärzte am 28. Oktober 2017 in Mannheim informieren HNO-Experten über moderne Therapien und stellen sich den Fragen der Besucher...

Nachrichten Archiv: